EUROP’age Newsletter 2020-5

Liebe Mitglieder, hier finden Sie unseren Newsletter 5/2020 vom 30.04.2020:

EUROPage 2020 5

Hier ist der Newsletter als .pdf zum ausdrucken:

Newsletter 2020-5

Ein Beispiel dafür, wie Antworten auf unsere Fragen aus dem Newsletter aussehen können, finden Sie nachfolgend:

Otto (88 Jahre):

Zu 1.: Mir fällt es nicht schwer, die Verhaltensvorschriften zu befolgen. Meine Tochter macht für uns die Großeinkäufe an Lebensmitteln. Meine Frau und ich beschränken uns auf Arztbesuche und kleine Besorgungen. Der Verzicht aufs Rudertraining tut weh, aber ich fahre wenigstens täglich eine Stunde mit dem Fahrrad auf dem Leinpfad die Saar entlang (gutes Gefühl!). Positiv war, dass meine Hausärztin mich zu Hause besucht hat, als mich eine Bronchitis gequält hat. Negativ erfahren habe ich unmotiviertes agressives Verhalten von Kunden bei ALDI.
Zu 2.: Schwierig ist der Umstand, dass wir bei den Schutzmaßnahmen besonders streng sein müssen, weil meine Frau bei einer evtl. Infektion sofort in akuter Lebensgefahr wäre. Sie hat sich beim Sturz durch Herzkollaps eine Rippe gebrochen und kann nur ganz flach atmen.
Zu 3.: Wenn das Leben “nach der Lockerung” weitergeht, werden wir zunächst einmal dankbar sein, wenn wir verschont geblieben sind. Wir werden bewusster leben und der Empathie im Umgang mit unseren Mitmenschen den Vorrang geben.
Zu 4.: Auf keinen Fall habe ich mich jemals diskriminiert gefühlt. Ich stehe voll hinter den Vorschriften unserer Landesregierung.
Zu 5.: Im Tagesablauf hat die Arbeit mit dem Computer und Lesen von Romanen eine höhere Priorität erhalten. Ich spiele sogar wieder öfter auf dem Akkordeon vertraute Volkslieder aus der Jugendzeit.
Zu 6.: Für mich persönlich habe ich keine besonderen Wünsche “nach der Krise”. Aber ich mache mir Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen nicht nur in meiner Umgebung, sondern weltweit, vor allem in den armen Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen. Da wünsche ich mir Zurückhaltung von regierenden Despoten und mehr Solidarität.