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Europ'age-Vorstandsspitze bestätigt - "Senioren so aktiv wie nie"

Saarbrücken - Die grenzüberschreitend und generationsübergreifend arbeitende Seniorenorganisation Europ'age Saar-Lor-Lux
hat ihre Vorstandsspitze auf der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt. Europ'age-Präsidentin bleibt für die nächsten zwei Jahren die frühere Saar-Bildungsministerin Marianne Granz, erste Vizepräsidentin Esther Ribic, zweite Vizepräsidentin Edith Ries. Neu im Amt sind Schriftführerin Birgit Steiner und Schatzmeister Gert Körner.

Präsidentin Granz sagte mit Hinweis auf die vielen Programmangebote von Europ'age (von deutsch-französischen Gesprächskreisen über PC-Kränzchen bis hin zu Veranstaltungen und Kulturfahrten): "Unsere Senioren im Land sind so aktiv wie noch niemals zuvor".
Franziskus Sauer stellte die Ergebnisse einer Befragung unter 130 Europ'age-Mitgliedern vor, wonach Europa und die Großregion, Begegnungen/Leute kennenlernen und Deutsch-Französische Zusammenarbeit an der Spitze der Interessenliste der Senioren stehen.
90 Prozent der Befragten bis zu 94 Jahren leben noch weitgehend selbständig, aber nur 71 Prozent ohne finanzielle Sorgen, wobei Altersarmut vor allem bei Pflegebedürftigkeit drohe.
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Startschuss für EU-Millionenprojekt "Senior aktiv" i- Europ'age Saar-Lor-Lux mit dabei


eu senior activ
Metz/Saarbrücken - Ob 60, 80 oder 100 Jahre: Senioren möchten auch im hohen Alter noch gesund, nicht einsam und so mobil sein, dass sie weiter zu Hause wohnen und sich selbst versorgen können - nur wie ? Praxistaugliche Antworten auf diese Frage sucht ein von der Europäischen Union (EU) gefördertes und auf vier Jahre angelegtes grenzüberschreitendes 3,7 Millionen-Euro-Modellprojekt "Senior aktiv" in der Großregion Saar-Lor-Lux, zu dem der Präsident des französischen Departements Moselle, Patrick Weiten, Ende Juni im lothringischen Metz den Startschuss gab. Mit dabei als kleinster von insgesamt 17 Projektpartnern war und ist Europ'age Saar-Lor-Lux, das bei der Auftaktveranstaltung in der Präfektur in Metz mit seinen Präsidiumsspitzen Marianne Granz und Esther Ribic sowie mehreren ehrenamtlichen Kräften vertreten war.


Schon beim Eintritt in die Veranstaltungssäle gab es die erste Überraschung: Leicht gehandicapte Senioren, die sonst auf Gehstock oder Rollator angewiesen sind, spielten mit viel Freude im Sitzen auf Stühlen über ein Netz Volleyball. So etwas sieht man sicher nicht alle Tage. Gut 200 Senioren aus Lothringen, dem Saarland, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und dem belgischen Wallonien kamen zum "Kick off" in der bis auf den letzten Platz besetzten Halle Pierre Messmer in der Präfektur in Metz zusammen. Sie erlebten nicht nur spannende Vorträge mit deutsch-französischer Simultanübersetzung, sondern auch ein buntes Sport- und Unterhaltungsprogramm. Dazu konnten sie in Workshops selbst die Schwerpunkte des EU-Projekts kennenlernen und eigene Ideen dazu einbringen.

Patrick Weiten betonte, das wissenschaftlich begleitete Projekt wolle mit einer grenzüberschreitenden Beobachtungsstelle erkunden, mit welch unterschiedlichen Ansätzen die Verantwortlichen in Saar-Lor-Lux erreichen wollten, dass ältere Menschen in den Städten, aber auch in den Dörfern nicht vereinsamten und so fit blieben, dass sie nicht pflegebedürftig würden.
Dabei gehe es auch um Smartphone-Apps zum Einkaufen und Verabreden sowie auch um Video-Sprechstunden beim Arzt (Telemedizin) und andere personenbezogene Dienstleistungen. Senioren dürften von Digitalisierung gesellschaftlicher Teilhabe nicht ausgeschlossen werden, sagte Weiten. Im lothringischen Departement Moselle sei es Ziel, mit finanzieller Förderung der Betroffenen 30 Prozent der Wohnungen barrierefrei zu machen. Sebastian Podevin, Generaldirektor von "France Silver Eco", sagte, das Altern der Bevölkerung biete mit der sogenannten E-Gesundheit und Robotern, die einmal Pflegekräften das Heben und Umdrehen schwerer Pflegebedürftiger abnehmen könnten, auch wirtschaftliche Chancen. "Altern ist halt was Tolles", meinte er.

Wolfgang Raubuch, Senioren-Experte im saarländischen Sozialministerium, gab den interregionalen Gästen einen umfassenden Überblick darüber, was an der Saar - dem am schnellsten alternden deutschen Bundesland - jetzt schon in der Altenpolitik geleistet wird. Dabei lobte er besonders den von Europ'age in Gang gesetzten Generationendialog von Jung und Alt sowie die Aktivitäten des Landesseniorenbeirats, der am Landesseniorenplan entscheidend mitgewirkt habe. Raubuch kündigte zudem an, die Saar-Regierung werde bald einen "Masterplan aktives Altern und gesellschaftliche Teilhabe" vorlegen sowie ein Seniorenmitwirkungsgesetz auf die Beine stellen.

Udo Lorenz

Zum Bericht: Startschuss für EU-Millionenprojekt "Senior aktiv" i- Europ'age Saar-Lor-Lux mit dabei


EU-Kommissarin Marija Gabriel mit Schülern und Senioren an Saarbrücker Gemeinschaftsschule Bruchwiese

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 (Foto: Udo Lorenz).
Zum Bericht - hier anklicken:  EU-Kommissarin besucht Lernwelt Saar-Europ'age-Projekt


Jedes Jahr wird am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz 1945

 Landtag
Foto LPM

Zum Bericht : Jedes Jahr wird am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz 1945, mit einem Gedenktag an den Holocaust erinnert.




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